Communities und ihre Pflege

Um überhaupt erst einmal von Communities schreiben zu können, muss zuerst geklärt werden, was eine Community denn nun eigentlich ist. Nun, von „Community“ im Sinne des Internets spricht man immer dann, wenn mehrere Leute auf einer Website miteinander und untereinander agieren können. Interaktion ist also notwendig.

 

Welche Möglichkeiten zur Interaktion gibt es?

Diese Interaktion kann auf verschiedenste Weise geschehen. Interaktion findet zum Beispiel in einem Forum statt. Sie kann aber auch auf der kompletten Website, oder einem Portal stattfinden. Beispiel hierfür sind in etwa Seiten wie der bekannte Startseitenanbieter Klamm.de. Aber auch die klassischen Community-Elemente wie Chats oder Gästebücher lassen eine Interaktion zwischen den Seitenbesuchern zu. Somit darf dann in diesem Sinne von einer Community gesprochen werden.

Jedoch gibt es hier auch wieder etwas zu beachten: Communities kann man zwischen „echter“ und Schein-Community unterscheiden. Bei einer Schein-Community gibt es die genannten Elemente zwar auch, dennoch findet nicht wirklich eine Interaktion der Benutzer statt. Bestes Beispiel hierfür wären Gästebücher. Einer schreibt etwas, der Nächste auch, der Übernächste ebenso. Am Ende hat man drei Eintrage, die in ungefähr das gleiche aussagen: „Ich war hier, die Seite gefällt mir gut und ich komme auf alle, alle Fälle wieder“. Nun haben zwar drei Besucher etwas geschrieben, aber es fand keine wirkliche Interaktion statt.

Ein gut besuchter Chat, in dem die einzelnen User auch öfters mal wiederkehren und wo es sowohl „neue“ als auch „bekannte“ Gesichter gibt, wäre das Gegenbeispiel zur Schein-Community.

 

Wofür brauche ich Communities?

Diese Frage ist eigentlich relativ einfach beantwortet: Mit Hilfe einer Community schaffst du dir eine Gruppe von Stammbesuchern auf deiner Homepage, die – je nachdem wie du dich anstellst – schnell anwächst. Mundpropaganda und Empfehlungen der Community-Mitglieder führen dazu, dass mehr Besucher auf deine Website kommen. Außerdem ist ein Community-Element sehr gut geeignet, um Feedback zu erhalten und sich mit seinen Besuchern zu unterhalten. Das weckt Vertrauen und hinterlässt einen guten Eindruck.

Weiterhin bietet sich natürlich die Möglichkeit – je nach Art der Community – dass die Communitymitglieder aktiv an der (inhaltlichen) Gestaltung deiner Seite teilhaben können. So kann die Website besser an die Bedürfnisse der User angepasst werden. Außerdem wachsen so die Inhalte deiner Homepage stetig an – sie bleibt aktuell und interessant für andere Besucher.

 

Was braucht man um eine Community zu ermöglichen?

Das hängt zum einen davon ab, welche Art von Website du hast, zum anderen in wie fern du die User in deine Website einbinden willst. Empfehlenswert ist dabei der Einsatz eines sogenannten Content Management Systems, wie zum Beispiel Wordpress. Solche Systeme enthalten meistens bereits die nötigsten Elemente, um eine Community aufzubauen. In vielen Fällen gibt es auch Plugins, mit der du das CMS nach deinen Wünschen und Bedürfnissen erweitern kannst.

 

Wie macht man das Teilnehmen an einer Community attraktiv?

Du könntest zum Beispiel kleine Belohnungen vergeben, die deine Benutzer für das Einsenden von Artikeln oder das Posten im Forum erlangen können. Dies kann beispielsweise in der beliebten Punkte-Form geschehen. Für bestimmte Aktivitäten können die User Punkte erlangen, die dann später gegen Belohnungen eingetauscht werden können. Eigenwerbung für die eigene Homepage, Geld oder kleine Sachpreise sind dabei immer besonders gut geeignet und oft eingesetzte Möglichkeiten.

Die Art der Belohnung kann aber natürlich auch individuell gestaltet werden. Die genannten Möglichkeiten sind nur kleine Denkanreger und sollten keinesfalls als verbindlich angesehen werden. Manchmal reicht es auch schon aus, virtuelle Ränge und Awards zu verteilen. Im Endeffekt bleibt es dir überlassen, was du daraus machst.

 

Wie verwaltet man Communities?

Communities zu verwalten ist immer mit viel Arbeit verbunden. Gerade bei größeren Foren ist Einsatz gefragt. Moderatoren nehmen dir einen Teil deiner Arbeit ab und vereinfachen so die Verwaltungsaufgaben für dich. Ein Moderator verwaltet einen bestimmten, ihm zugewiesenen Bereich. Dies können bestimmte Unterforen in einem Forum sein, oder verschiedene Bereiche auf deiner Homepage.

 

Aufgaben eines Moderators

Die Aufgaben eines Moderators sind dabei sehr unterschiedlich. Zum einen hat er die Aufgabe, in dem ihm zugewiesenen Bereich für „Recht und Ordnung“ zu sorgen, auf der anderen Seite muss er auch Diskussionen führen und manchmal anregen können, oder aber hilfesuchenden Mitgliedern der Community unter die Arme greifen.

Wichtig dabei ist, dass der Moderator jedoch nicht zu hart, aber auch nicht zu lasch an sein Werk geht. Er sollte immer freundlich und hilfsbereit sein, damit keine User verschreckt werden. Auf der anderen Seite muss er sich aber auch durchsetzen können, damit Störenfrieden schnell das Handwerk gelegt werden kann. Dies ist eine schwierige Aufgabe, die nicht jeder schafft. Teilweise gibt es den Fall, dass die User bei einem bestimmten Moderator tun und lassen können, was sie wollen. Andersherum geht es aber auch so: In diesem Extremfall haben die User regelrecht Angst vor Zensur und Bevormundung durch einen Moderator, der seine Macht missbraucht.

 

Aufgaben verteilen

Um dies zu verhindern ist es sinnvoll, für jeden Bereich möglichst zwei Moderatoren einzustellen. So können diese sich gegenseitig überwachen und vor allen Dingen auch mal einspringen, falls ein Moderator mal nicht „zur Arbeit erscheinen kann“. Weiterhin muss ein Moderator natürlich seinem Handwerk auch nachgehen können, indem er selbst die nötigen Rechte hat, die Aktivitäten der User in dem ihm zugewiesenen Bereich nachvollziehen zu können. So kann er entsprechend schnell und effektiv handeln.

 

Suche nach geeigneten Moderatoren

Auf der Suche nach Moderatoren bieten sich beispielsweise Stammuser an, die schon eine Weile aktiv an deiner Community teilhaben. Moderationsposten sind auch sehr beliebte Ziele bei anderen Communitymitgliedern. Wer wäre nicht gerne ein hoch angesehener Moderator in einer großen Community? Achte darauf, dass die von dir auserwählte Person auch wirklich gut für den Job geeignet ist. Du musst dich gut mit dieser Person verstehen können, während diese das Handwerk des Moderators verstehen sollte.

Übrigens: Viele Moderatoren übernehmen ihren Posten ehrenamtlich (es sei denn, du betreibst eine kommerzielle Homepage) – Du brauchen also keine Angst vor eventuellen Kosten zu haben.

 

Fazit

Nachdem ich nun weiß, was eine Community ist, was sie ausmacht und wie man sie verwalten kann… was muss ich noch wissen?

Damit deine Community wächst und auch Stammbesucher bekommt, muss sie natürlich interessant bleiben. Sorge für Diskussionen zu aktuellen Themen, führe Aktionen oder sogar kleine Gewinnspiele durch. Kleine Belohnungen für die aktive Teilnahme an der Community (siehe oben) kommen immer gut an. So bleibt die Community interessant und lädt zur Wiederkehr ein. Sehr wichtig ist, dass du deine User bei Problemen nicht im Stich lässt. Beantworte Fragen und stelle eine Liste mit den am häufigsten gestellten Fragen online (FAQ). Und ganz wichtig: Immer freundlich bleiben.

 


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