Online-Shops: Verkaufshürden erkennen und beseitigen

Wenn du einen Online-Shop betreibst, möchtest du auch etwas verkaufen. Du bietest möglicherweise sogar ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und lieferst darüber hinaus die Waren unglaublich rasch. Dennoch erzielst du kaum Verkäufe.

Trifft dieses fiktive Szenario auch auf deinen Online-Shop zu? Dann ist dieser Artikel genau das richtige für dich. Ich erläutere hier diverse Stolperfallen für deine Kunden und wie du diese aus dem Weg räumen kannst.

 

Statistiken

Statistiken sind, gerade für einen Online-Shop, sehr wichtig. Du solltest darauf achten, keinen Statistik-Service zu wählen, der Ihnen lediglich die Anzahl der Besucher anzeigt. Als Online-Shop-Betreiber brauchst du einen Statistik-Service wie etwa Google ihn mit Google Analytics anbietet. Denn nur mit einer gewissen Analyse des Nutzerverhaltens ist es möglich zu erkennen, wo deine Besucher Schwierigkeiten haben.

So lässt sich beispielsweise aus einer solchen Analyse heraus erkennen, wo die Besucher deine Seiten wieder verlassen. Dies kann während des Bestellvorgangs sein. Ist dieser nicht verschlüsselt, so dass die potentiellen Kunden deswegen die Seite wieder verlassen? Wird nicht das gewünschte Zahlungsmittel angeboten?

Aber auch bei der Suche nach Produkten können sich Probleme ergeben. Dauert die Suche zu lange? Findet man das gewünschte Produkt nicht? Funktioniert die Suche überhaupt richtig?. So kannst du Anhaltspunkte darüber sammeln, was deine Besucher von einem Kauf abhält.

 

Optische Gestaltung

Damit deine Kunden etwas bei dir kaufen, müssen diese dir zunächst ihr vertrauen schenken. Schließlich lassen die Kunden ja ihr Geld bei dir. Ein wichtiger Schritt – und oftmals das allererste K.O.-Kriterium, ist die optische Gestaltung des Shops. Dieser muss ansprechend gestaltet sein, professionell wirken und darf nicht zu überladen sein. Wenn dein Shop nach einer billigen Vorlage aussieht, erschafft dies kein Vertrauensgefühl bei deinen Kunden. Die meisten werden ein „komisches Gefühl“ verspüren, wenn sie etwas bei dir kaufen wollen. Daher solltest du immer auf ein professionelles Webdesign achten. Das erweckt bei deinen Kunden einen geborgenen Eindruck.

Außerdem sollten die Seiten nicht zu überfüllt wirken. Dies macht den Shop unübersichtlich und die Kunden bekommen das Gefühl, „überschüttet“ zu werden. Begrenze daher die Zahl der maximal angezeigten Produkte auf einer Seite. Etwa 8-10 Objekte sollten es sein, nicht mehr. Alternativ könnte man dem Kunden hier auch einfach die Wahl lassen. Dazu baut man einen Regler ein, mit dem der Nutzer selber die Anzahl der Objekte festlegen kann.

 

Usability

Die Benutzerfreundlichkeit deines Shops muss gewährleistet sein, damit deine Kunden auch etwas bei dir kaufen. So ist es zum Beispiel wichtig, hinter Menüpunkten auch genau das zu hinterlegen, was das Menü anzeigt. Außerdem sollten bei Fehleingaben – zum Beispiel beim Bestellprozess – auch entsprechend auf die gemachten Fehler hingewiesen werden. Wer direkt sieht, was er falsch gemacht hat, ist häufiger dazu gewillt, diesen Fehler auch „wieder gut zu machen“. Der potentielle Kunde sucht sich jedoch möglicherweise einen anderen Shop, wenn er nur eine nichtssagende Fehlermeldung erhält.

Darüber hinaus sollte auch eine Suche angeboten werden, mit der die Nutzer den Shop durchsuchen können. Wichtig dabei ist, dass die Ergebnisseite auch die gewünschten Produkte und Informationen findet und diese möglichst übersichtlich darstellt.

Diese Stolperfallen kanst du am besten durch verschiedene Tests ausfindig machen. Vielleicht auch durch eine Art Beta-Test, an der verschiedene User teilnehmen können. So kannst du mögliche Probleme und Schwachstellen in der Benutzerfreundlichkeit des Shops schnell ausfindig machen.

 

Funktionalität & Performance

Ebenfalls sehr wichtig ist, dass dein Shop voll funktionstüchtig ist und schnelle Antwortzeiten liefert. Nichts ist frustrierender, als in einem Online-Shop auf nicht funktionierende Links zu stoßen. Oder eine halbe Ewigkeit auf das Laden der Website zu warten. Das Netz ist ungeduldig.

2006 hat Google in einem Experiment herausgefunden, dass durch die Verlängerung der Ladezeit der Website von einer halben Sekunde ca. 20% Umsatzeinbußen entstanden sind. Schnelle Reaktionszeiten der Website sind das A und O für Online-Shops!

In der Suchfunktion sollte ein Feature enthalten sein, das Produkte anhand des Suchbegriffes vorschlägt. Das ist immer dann sinnvoll, wenn eine Suche kein passendes Ergebnis liefert. Ein schnödes „Leider habe ich keine Produkte zu Ihrer Suchanfrage finden können“ ist enttäuschend. Erhält der Nutzer jedoch Vorschläge zu ähnlichen Produkten, kann sich dies wiederum verkaufsfördernd wirken.

Darüber hinaus solltest du deinen Shop bei einem Anbieter hosten, der für Zuverlässigkeit, Schnelligkeit und Sicherheit steht. Wenn dein Shop nämlich nicht durchgängig erreichbar ist, bringt er den Kunden auch nichts. Erreichbarkeit ist nämlich der größte Vorteil zum „Offline-Kauf“.

 

Sicherheit

Ein ebenso sehr wichtiges Thema ist die Sicherheit des Shops. Bank- und Kontodaten sind bspw. ausschließlich verschlüsselt zu übertragen. Das gleiche gilt für alle personenbezogenen Daten, die für die Bestellung erhoben werden müssen. Sorge also für einen verschlüsselten Datentransfer.

Andernfalls verlierst du bei deinen potentiellen Kunden ein großes Stück Glaubwürdigkeit. Die meisten bestellen dann auch nicht das Produkt in deinem Shop. Daher ist die Sicherheit und der Datenschutz deiner Kunden mitunter eines der wichtigsten Themen, denen du dich widmen solltest.

 


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