Aller Anfang ist schwer

Aller Anfang ist schwer – so ist es natürlich auch mit der eigenen Homepage. Um den Einstieg ein klein wenig zu erleichtern, haben ich eine kleine Auswahl an nützlichen Tipps & Tricks zusammengestellt.

 

1. Die Idee

Bevor du anfängst, eine eigene Homepage zu basteln, solltest du dir genau überlegen, für welche Zielgruppe deine Seite bestimmt sein soll. Möchtest du nur dich selbst und deine Familie vorstellen? Oder möchtest du vielleicht auch gewisse Dienstleistungen oder Informationen anbieten?

Für welches Thema du dich auch immer entscheidest: Bleibe diesem Ziel treu. Verliere nicht deine Zielgruppe aus den Augen. Wenn du anfängst, eine Allzweck-Seite zu erstellen, wirst du kaum alle Besucher umfassend zufriedenstellen können. Spezialisiere dich!

Wenn du mehr als nur eine rein private Website über dich selbst erstellst, stelle dir immer vor, du seist ein zufällig vorbeikommender Besucher. Stelle dir vor, du bist beispielsweise über eine Suchmaschine auf deine Seite gekommen. Ist die Seite interessant? Ist sie informierend? Könntest du als fremder Besucher auf deinen Seiten finden, was du willst? Diese Fragen musst du dir beim Gestalten deiner Seiten immer wieder stellen.

 

2. Design

HTML an sich bietet nur sehr wenig Möglichkeiten, eine Webseite ansprechend zu gestalten (dafür ist z.B. CSS da). Wenn du das erste mal eine Webseite erstellst, erwarte nicht zu viel.

Wenn wir davon ausgehen, dass du mehr als eine rein private Homepage erstellst, gibt es einige Dinge, die du auf alle Fälle beachten solltest – gerade beim Design. Erschlage deine Besucher nicht mit Grafiken, die womöglich auch noch animiert sind. Zappelnde und blinkende Webseiten werden im Allgemeinen als sehr amateurhaft, nicht ansprechend und nervend empfunden.

 

Struktur

Lege stattdessen mehr Wert auf Übersicht, Struktur und ein schlichtes Design. Schlichtes Design bedeutet nicht, dass du keine Grafiken verwenden darfst, oder dass deine Seite nicht bunt sein darf. Schlicht bedeutet, dass das Design nicht zu überladen wirken sollte. Schick und doch funktional – das ist die Kunst, die du hinbekommen solltest.

Oftmals fängt die Unübersichtlichkeit schon bei den kleinen Dingen an: Ein Navigationsmenü sollte aufgeräumt wirken. Es sollte einige, wenige Hauptmenüpunkte beinhalten, die dann bei bedarf via Mausklick Untermenüs öffnen. Auch solltest du bedenken, möglichst nur Standardschriftarten zu verwenden. Denke daran: Es werden im Browser immer nur die Schriftarten angezeigt, die der User auf seinem Rechner auch installiert hat. Wenn du eine Schriftart wählst, die nicht jeder hat, wird eine Standardschriftart (in den meisten Fällen Times New Roman) angezeigt.

 

Corporate Design

Achte beim Gestalten deiner Seiten auf das so genannte „Corporate Design“. Ganz einfach erklärt bedeutet Corporate Design schlicht, dass alles einheitlich aussehen soll – „aus einer Hand“. Verwende also nicht auf Seite 2 einen schwarzen Hintergrund, wenn dieser auf Seite 1 weiß gewesen ist. Die wichtigsten Punkte im Thema Corporate Design habe ich an dieser Stelle für dich zusammengefasst:

 

  • Ein Logo sollte immer an der gleichen Stelle platziert sein.
  • Es sollte immer das gleiche Schriftbild und die gleiche Schriftart für einheitliche Elemente verwendet werden.
  • Auch ggf. eingesetzte Symbole sollten, für gleiche Inhalte, immer gleich gewählt werden.
  • Die komplette Website sollte ein einheitliches Layout besitzen.
    • Dies gilt auch für verschiedene Elemente der Website, z.B. Infoboxen oder Navigationselemente.

 

3. Kommentare und Foren

Geben deinen Besuchern die Möglichkeit, sich mit dir in Verbindung setzen zu können. Neben einem Kontaktformular können Kommentarbereiche oder Foren hier eine gute Möglichkeit sein, mit deinen Besuchern in Kontakt zu kommen. Für allgemeines Lob oder konstruktive Kritik reicht ein Kommentarbereich oder das altbekannte Kontaktformular völlig aus. Möchtest du deinen Besuchern die Möglichkeit bieten, über verschiedene Themen zu diskutieren, ist hingegen ein Forum nicht verkehrt.

 

4. PHP, Java & Co.

Mit PHP und JavaScript lässt sich deine Webseite richtig toll aufpeppen. Daher ist es ratsam, sich Gedanken darüber zu machen, einen Webserver zu ordern, auf dem solche Scripte ausgeführt werden können.

Es gibt beispielsweise ganze Content Management Systeme, mit denen du deine komplette Homepage schnell und einfach online erstellen kannst. Eine Homepage, die datenbankbasiert ist, hat neben der einfachen Installation, Pflege und Wartung auch noch andere Vorteile. In vielen Fällen ist eine datenbankbasierte Homepage von der gesamten Dateigröße her viel schlanker als eine manuell erstellte.

Bedenke jedoch bitte, dass sich beim massiven Einsatz von JavaScript oder gar Java Applets die Ladezeiten deiner Webseite in die Höhe schnellen können. Einige User haben Java im Browser auch gänzlich deaktiviert.

 

5. Wartung und Pflege

Besonders wichtig ist es, deine Website regelmäßig zu aktualisieren. Veraltete Inhalte mag niemand. Sorgen also regelmäßig für neue Inhalte auf deinen Seiten, so dass deine Besucher auch zum Wiederkehren angeregt werden. Durchforste auch regelmäßig die Verweise auf deiner Homepage. Ungültige Verknüpfungen und Links sind oft ein großes Ärgernis.

 

6. Promotion

Wenn du interessante Inhalte auf deine Webseite gesetzt hast, ist Werbung natürlich wichtig. Nur mit Werbung werden andere auf deine Seiten aufmerksam. Bitte schaue dir für weiterführende Informationen den Bereich Suchmaschinenoptimierung an.

 

7. Lob & Kritik

Ein lobendes Wort hört jeder gern – das ist klar. Jedoch kommt es beim Lob auch immer auf die Qualität an. Denn seien wir mal ehrlich: Wenn ein Familienmitglied sagt: „Da hast du aber eine schöne Seite gebastelt.“ hat das einen anderen Stellenwert, als wenn das jemand völlig Fremdes sagt. Es ist ja nicht böse gemeint, aber Sympathien können eine wichtige Rolle spielen. Achte beim Lob also immer darauf, wer dich lobt. So kannst du dir ein klareres Bild von deiner Leistung machen.

Wichtig ist es aber auch, gut mit Kritik umgehen zu können. Nicht jeder Kommentar, der auf den ersten Blick böse gemeint ist, ist auch wirklich böse gemeint. Kritik dient der Verbesserung – das solltest du immer beachten! Fordere deine Besucher auf, konstruktive Kritik zu hinterlassen. Konstruktive Kritik zeichnet sich dadurch aus, dass nicht einfach nur gesagt wird: „Das ist blöd.“. Konstruktive Kritik enthält oftmals auch gleich Tipps und Verbesserungsvorschläge.

 


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