Sind Gastbeiträge schlecht für SEO?

Die SEO-Szene war in heller Aufruhr. Matt Cutts, Leiter des Anti-Spam-Teams von Google, verkündete etwas. Der Linkaufbau durch Gastbeiträge in Blogs und auf Websites sei schlecht und Google strafe dies künftig ab. Was es mit dieser Aussage auf sich hat – und meine Sicht zu diesem Thema – kannst du in diesem Beitrag nachlesen.

 

Linkaufbau durch Gastbeiträge

Bevor wir zum eigentlich Kern des Artikels vorstoßen, muss ich noch ein paar Worte zum Thema Linkaufbau durch Gastbeiträge verlieren.

Gastbeiträge sind schon seit längerer Zeit ein Mittel, um Linkaufbau zu betreiben. Dazu werden Artikel und Beiträge auf fremden Blogs und Websites geschrieben. Sie mehren so den Content auf der fremden Seite. Im Gegenzug erhält man dafür einen Link zur eigenen Website. Dieser ist meist im Inhalt des geschriebenen Gastbeitrags gesetzt. Sei es als Autoren-Link oder als Empfehlungs-Link.

Im großen Stil betrieben sorgt diese Methode natürlich für eine Menge Backlinks. Sie kann darüber hinaus auch einiges an Traffic erzeugen. Insbesondere dann, wenn man auf bekannten Blogs und Websites Gastartikel schreibt. So gesehen also das ideale Mittel um Linkaufbau zu betrieben und gleichzeitig Traffic für die eigene Website zu generieren.

Genau das sollte man nun nach der Aussage von Matt Cutts stoppen.

 

The decay and fall of guest blogging for SEO

In seinem Blogeintrag mit obigem Titel schreibt Googles Anti-Spam Team Leiter Matt Cutts über Gastbeiträge. Er schreibt, dass Gastartikel in 2014 schädlich für die Suchmaschinenoptimierung seien, so dass Google das künftig abstraft. Ungefähr diese Aussage wurde prompt von Blogs und Communites aufgegriffen und in neue „SEO-Richtlinien“ umgewandelt. Aber Stopp: Das ist nicht die ganze Wahrheit.

Meiner Meinung nach straft Google auch in Zukunft prinzipiell niemanden ab, der einen Gastbeitrag in einem fremden Blog erstellt. Zumindest dann nicht, wenn man sich an gewisse Richtlinien hält. Zwischenzeitlich hat auch Matt Cutts selbst seinen Blogeintrag um einen zusätzlichen Kommentar erweitert und die Sache etwas aufgeklärt.

 

Die Google Qualitätsrichtlinien

Gastbeiträge sind prinzipiell nicht schlecht, sofern sie Google Qualitätsrichtlinien nicht verletzen. Matt Cutts selbst ergänzte in seinem Blogartikel:

 

I just want to highlight that a bunch of low-quality or spam sites have latched on to “guest blogging” as their link-building strategy. And we see a lot more spammy attempts to do guest blogging. Because of that, I’d recommend skepticism (or at least caution) when someone reaches out and offers you a guest blog article.

 

Sinngemäß ins Deutsche übersetzt:

Ich möchte lediglich herausstellen, dass eine Menge Websites von niedriger Qualität oder Spam-Sites Gastbeiträge als ihre Hauptstrategie zum Linkaufbau verwenden. Wir sehen mehr und mehr Versuche dieser Art, Gastbeiträge dazu zu missbrauchen. Deswegen empfehle ich Skepsis (oder zumindest Vorsicht), wenn jemand auf dich zukommt und Gastbeiträge anbietet.

 

Mit anderen Worten: Google straft sie dann ab, wenn du sie lediglich zum Linkaufbau einsetzt und somit keinen Mehrwert bieten. Das ist immer dann der Fall, wenn man den Gastbeitrag in einer „Bad Neighbourhood“ einsetzt. Ebenso gilt es, wenn man den gleichen Artikel auf unzähligen Websites einsetzt, ohne ihn zu verändern. Massenanfragen an viele verschiedene Websites schicken gehört ebenfalls dazu. Sprich: Wenn man mit ihnen spamt.

 

Gute Gastbeiträge

Gute und sinnvolle Gastbeiträge sind auch weiterhin von Google erlaubt. Es gibt darüber hinaus auch Websites mit mehreren Autoren oder Communities, die genau davon leben. Hier arbeiten mehrere Autoren oder eine ganze Community gemeinsam an einem Blog.

Wichtig ist, dass man auf die Qualität achtet und kein Spamming betreibt. Die nachstehende Auflistung soll dazu einen kurzen Überblick bieten:

 

  • Gastbeiträge nur auf thematisch relevanten Websites oder Blogs veröffentlichen.
  • Nicht den gleichen Artikel auf unterschiedlichen Websites verwenden.
  • Nicht massenweise Gastbeiträge auf sehr vielen Websites veröffentlichen.
  • Gastbeiträge nicht als einzige Strategie zum Linkaufbau verwenden.

 

Fazit

Am Ende kann man festhalten, dass Gastbeiträge im Grunde nichts Schlechtes sind. Jedenfalls so lange du es nicht übertreibt und regelrecht damit spamt.

Es kommt auf jeden Fall auf den Linkmix an, der stimmig sein muss. Gastbeiträge solltest du nur vereinzelt schreiben. Sie müssen dazu zum Thema deiner Seite passen und einzigartig sein. Wenn das alles passt, brauchst du dich eher nicht vor einer Abstrafung von Google fürchten.

Hast du jedoch bislang darauf gesetzt, Gastbeiträge als reines SEO-Mittel zu sehen, musst du in Zukunft aufpassen.

 


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