Relaunch deiner Website richtig gemacht

Der Relaunch deiner Website kann aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung in einer völligen Katastrophe enden. Damit es aber nicht so weit kommt, sollte man den Relaunch der eigene Website gut planen.

In diesem Artikel kannst du nachlesen, wie der Relaunch deiner Website ohne Probleme aus Sicht der SEO stattfinden kann.

 

Bevor ich nun näher auf die möglichen Probleme bei einem Website-Relaunch eingehe, sollte ich vorher die Begrifflichkeit des Relaunch klären. Ein einfacher Farbwechsel der Website, oder das Ändern von einem Template ist kein Relaunch im herkömmlichen Sinne. Hierbei verändert sich in der Regel nichts in der Seitenstruktur an sich. Somit macht ein Designwechsel aus SEO-Sicht meist keine Probleme (es gibt zwar Ausnahmen, dazu aber später mehr).

Als Relaunch bezeichnet man in der Regel vielmehr das ändern der Struktur einer Website. Dazu gehört zum Beispiel der Wechsel auf eine neue Domain oder das Ändern des Content-Management-Systems. Auch die interne Verlinkung spielt bei einem Relaunch eine wichtige Rolle. Was es beim Relaunch der Website zu beachten gilt, das wird im folgenden nun erklärt.

 

Wechsel des CMS

Wenn du dich dazu entscheidest, auf ein anderes Content-Management-System zu wechseln, solltest du dir bewusst sein, dass viele CMS die einzelnen Seiten unterschiedlich aufbauen. Daher muss man im Vorfeld klären, ob das gewählte CMS gegebenenfalls durch Plugins einen möglichst ähnlichen Aufbau der URLs ermöglicht, wie das alte CMS. Folgende Checkliste könnte bei der Wahl eines neuen CMS helfen:

 

  • Es sollten möglichst keine Session-IDs in den URLs vorkommen.
  • Navigationselemente müssen im HTML-Code integriert sein.
  • Überschriften, Meta-Tags, etc. sollten frei veränderbar sein (ggf. durch Plugins).
  • Das CMS sollte sprechende URLs ermöglichen.

 

Wichtig ist, dass das CMS auf HTML aufbaut. Außerdem sollte es nicht den Browser des Users überprüfen, ob gewisse Plugins oder Eigenschaften aktiviert sind, oder nicht. Bedenke, dass die Crawler der Suchmaschinen nicht zwingend JavaScript beherrschen oder Cookies akzeptieren. Achte bei der Auswahl des CMS darauf, dass es im Falle des Nichtvorhandenseins einer solchen Eigenschaft keinen anderen Inhalt anzeigt.

 

Wechsel der Domain

Der Wechsel auf eine neue Domain ist immer etwas problematisch, wenn man es aus der Sicht eines SEOs betrachtet. Eine Domain sammelt im Laufe der Zeit vor allen Dingen eines: Trust. Dieser Trust baut sich über die Zeit hinweg auf. Suchmaschinen bewerten ihn entsprechend hoch. Eine neue Domain hat diesen Trust nicht. Daher bewertet eine Suchmaschine diese Domain entsprechend „schlechter“. Auch Abstrafungen durch die Suchmaschinen können sich in der Domain „sammeln“. Somit ist beim Kauf von Domains Vorsicht geboten.

Ein Domainwechsel sollte daher immer gut überlegt sein. Nur wenn es wirklich nötig ist, sollte dieser Schritt unternommen werden.

 

Ändern der internen Struktur der Website

Das Ändern der internen Struktur einer Website stellt (neben einem Domainwechsel) oftmals das größte Problem für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung dar. Wenn deine Webseite schon seit einiger Zeit existiert, wurde diese bereits von der Suchmaschine im Index aufgenommen. Und zwar zusammen mit der bestehenden Struktur. Änderst du jetzt diese Struktur, muss die Suchmaschine die Seite neu indexieren. Dies braucht in der Regel Zeit und kann währenddessen einiges an Traffic kosten.

Am besten ist es natürlich, dass sich die interne Struktur der Website gar nicht ändert. Ist es aber doch unumgänglich (d.h. die URL zu einem bestimmten Beitrag auf Ihrer Website ändert sich), musst du es der Suchmaschine so einfach wie möglich machen, die Veränderung zu registrieren.

Dazu eignet sich eine 301-Umleitung der betroffenen Seiten. Dies bedeutet, dass die betroffene Seite nicht komplett neu in den Index der Suchmaschine aufgenommen werden muss. Vielmehr ändert sich nur die URL zu der Seite, die sich im Index der Suchmaschine befindet. Dies kann zwar einiges an Handarbeit erfordern, lohnt sich dafür aber immens.

Sollte eine 301-Umleitung nicht möglich sein, solltest du zumindest sicherstellen, dass die alten Seiten nicht mehr zu erreichen sind. Andernfalls kann es passieren, dass dein Content sowohl unter der alten, als auch unter der neuen URL im Index der Suchmaschine aufgenommen wird. Im schlimmsten Fall kann dies zu einer kompletten Herbastufung deiner Website durch Duplicate Content führen.

Wichtig ist die 301-Umleitung auch bei der externen Verlinkung. Ein 404-Fehler hilft nicht wirklich im Bezug auf die Linkpopularität der eigenen Webseite. Daher sollte man alle Links, die noch auf die alte Seitenstruktur verlinken, möglichst per 301-Umleitung auf die neue URL umleiten. Besser ist es natürlich, wenn direkt alle externen Links auf die neue URL umgeschrieben werden. Dazu ist es allerdings nötig, die anderen Webseitenbetreiber anzuschreiben und um Änderung des Links zu beten.

 

Abschließende Worte

Der Relaunch einer Website muss nicht immer problematisch für die Ergebnisse in den Suchmaschinen sein. Wenn du die eben genannten Dinge beachtest, brauchst du in der Regel nicht mit größeren Problemen rechnen. Wichtig ist allerdings, dass du diese Änderungen schon im Vorfeld triffst. Und zwar noch bevor du die neue Seite offiziell online stellst und die alte abschaltest.

So vermeidest du das vorzeitige Indexieren der Suchmaschinen. Die Suchmaschinen solltest du erst dann an die Seite heranlassen, wenn du alle Vorkehrungen getroffen hast. So bist du auf der sicheren Seite, dass deinem Neustart nichts mehr im Wege steht.

 


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