Häufige SEO-Fehler vermeiden

Viele Webseitenbetreiber machen bei der Suchmaschinen-Optimierung einige Fehler. Die meisten davon lassen sich sehr einfach abstellen. Möchtest du, dass deine Webseite in Suchmaschinen auffindbar ist, solltest du jedoch einige Dinge beachten, die du besser nicht machen solltest. Bevor du mit der SEO beginnst, solltest du deine Webseite auf mögliche Stolperfallen für die Suchmaschinen-Crawler hin überprüfen und entsprechend anpassen.

Einige der häufigsten Fehler bei der Suchmaschinen-Optimierung habe ich dabei in diesem Artikel für dich zusammengestellt.

 

Frames

Frames waren früher sehr beliebt. Auch Webmasterpardies.de hat in seinen Urzeiten Frames eingesetzt. Damals wollte ich die Navigation, die sich damals am Rand der Seite befand, und die Kopfzeile vom Hauptteil der Webseite trennen. Mein Hintergedanke: Bei einem Update im Navigationsmenü musste ich so nicht alle einzelnen Seiten austauschen (in den Anfangszeiten hatte ich noch kein CMS eingesetzt). Außerdem konnte in der Kopfzeile eine Banner-Rotation laufen ohne immer die ganze Seite neu zu laden.

Doch Frames machen mehr Probleme, als sie Nutzen bringen – gerade wenn man die SEO betrachtet! Vermeide also den Einsatz von Frames unbedingt. Anders als ein Web-Browser können die Suchmaschinen-Crawler die einzelnen Seiten in einem Frameset nicht erfassen. Dies hat zur Folge, dass viele Seiten, die auf einem Frame-Layout beruhen, oftmals gar nicht erst im Suchmaschinen-Index erscheinen. Wenn du nun – aus welchen Gründen auch immer – doch unbedingt Frames einsetzen musst, mach unbedingt vom <noframes>-Bereich Gebrauch!

Wesentlich eleganter (und auch wesentlich einfacher) kanst du mit CSS oftmals die gleichen oder ähnliche Effekte erzeugen. Bestenfalls wäre noch eine Lösung über iframes anzuraten. Hier ergeben sich jedoch das gleichen Probleme, wie beim eigentlichen Frameset an sich auch. Wenigstens hast du bei iframes noch die Möglichkeit, eine „ordentliche“ Webseite drumherum zu bauen.

 

Geduld wahren

Viele Veränderungen, die du an deiner Webseite durchführst, erzeugen keine sofortigen Veränderungen im Index einer Suchmaschine. Content-Updates landen häufig schon am nächsten Tag oder gar innerhalb weniger Stunden im Index der Suchmaschine. Dies ist abhängig von der Geschwindigkeit des Crawlers und der Frequenz, mit der er deine Webseite besucht. Andere Faktoren ändern sich hingegen nur sehr langsam. Beispielhaft wäre hier die Linkjuice-Vererbung der Links zu nennen.

Erwarte also keine Wunder über Nacht bei der SEO und überstürze nichts. Häufige Änderungen am „internen Design“ deiner Webseite führen oftmals eher zu schlechteren Ergebnissen als zunächst erhofft. Überlege dir lieber vorher, ob und im welchem Umfang du beispielsweise interne Links ändern möchtest. Nach durchgeführter Änderung solltest du erst einmal deine Webseite einige Wochen auf Erfolg oder Misserfolg beobachten. Erst danach solltest du erneute Änderungen vornehmen.

 

Session-IDs

Webseiten, die dynamischen Content generieren, verwenden häufig Session-IDs. Manchmal erzeugen auch die Content Management Systeme völlig nutzlose Session-IDs. Überlege daher, ob der Einsatz von Session-IDs wirklich sinnvoll ist. Du solltest nämlich beachten, dass die URL …/index.php?PHPSESSID=12345 für die Suchmaschinen-Crawler eine andere ist, als die URL …/index.php?PHPSESSID=67890- auch dann, wenn beide Links auf den gleichen Inhalt verweisen.

Für eine Suchmaschine bedeutet das „Duplicated Content“, also Inhalte, die in genau gleicher Form mehrfach auf der Webseite vorkommen. Suchmaschinen strafen Duplicate Content ab. Somit erscheint deine Seite viel weiter hinten im Index einer Suchmaschine – oder kann unter Umständen sogar ganz ausgeschlossen werden. Wenn Session-IDs nicht sinnvoll sind, setze diese auch nicht ein. Sind Session-IDs hingegen angebracht (z.B. bei einem Online-Shop), überlege, ob du nicht vielleicht mit einem Cookie genau so arbeiten kannst.

Ein weiteres Problem mit Session-IDs wird bei einer Verlinkung deiner Webseite durch andere Webseiten sichtbar. Manchmal kopieren andere User die komplette Session-ID mit in den Hyperlink. Dies hat dann unter Umständen zu Folge, dass deine Seite über einen solchen Link gar nicht mehr aufgerufen werden kann.

 

Multimedia-Inhalte und Flash

Suchmaschinen können Flash- oder andere Multimedia-Inhalte wie Grafiken, Bilder und Videos inhaltlich nicht erfassen. Damit die Crawler der Suchmaschinen keine augenscheinlich leeren Seiten vorfinden, solltest du zu deinen Inhalten immer noch einen aussagefähigen Zusatztext schreiben, sowie Alt- und Title-Attribute verwenden. Vermeide es, eine Webseite komplett in Flash aufzuziehen – die Cralwer der Suchmaschinen hätten dann nichts mehr zum Indexieren. Und wo es nichts zum Indexieren gibt, gibt es auch nichts, was es in den Index der Suchmaschine schaffen könnte.

Davon abgesehen ist vom Einsatz von Flash ohnehin abzuraten. Der Grund ist: Immer weniger Browser unterstützen Flash und blocken entsprechende Inhalte von sich aus. Flash gilt als sehr Anfällig für Sicherheitslücken. Setze für interaktive Inhalte lieber auf HTML 5.

 

META-Tags und Keywords

Die META-Angaben werden immer unwichtiger. Die META-Keywords werden von den großen Suchmaschinen kaum oder gar nicht mehr beachtet. Trotzdem solltest du es mit den Schlüsselwörtern auf deiner Seite nicht übertreiben. Weder in den META-Angaben, noch im Content der Seite. Beschränke dich im Content der Seite auf einige wenige Keywords, auf die du den Inhalt dann aufbaust. Diese Keywords sollten dann natürlich auch in den entsprechenden „eyecatchern“ der Suchmaschinen untergebracht werden (<h1>,<h2>,<h...>-Tags der Webseiten). Übertreibe es aber auch hier nicht, Suchmaschinen könnten dies sonst als Spam bewerten.

Eine andere Alternative ist es, sich auf die „Long-Tail“-Keywords zu spezialisieren. Der Long Tail besteht aus den Suchbegriffen, die in ihrern Vorkommnissen zwar eher selten sind, jedoch den meisten Traffic einer Suchmaschine ausmachen. Das ist einfach erklärt: Wer nach einer Anleitung zum Erstellen eines RSS-Feeds sucht, der wird nicht die beiden Begriffe „RSS“ und „Feed“ in das Suchfeld der Suchmaschine eintragen, sondern eher nach „eigenen RSS Feed erstellen“ oder „wie erstellt man einen eigenen RSS feed“ suchen. Näheres zum Thema Long-Tail Keywords erfährst du im Artikel „SEO – Long-Tail Optimierung“ .

 

Vorsicht bei Webkatalogen und diversen „PageRank-Services“

Wenn du deine Webseite in Webkataloge einträgst, solltest du auf alle Fälle Webkataloge ohne Backlinkpflicht wählen. Viele Webkataloge nehmen nur dann Webseiten auf, wenn diese ebenfalls einen Link zum Katalog setzen. Bei manchen Webkatalogen muss man sogar mit barem Geld bezahlen. Nimm Abstand von solchen Webkatalogen – der Nutzen ist hier zu 99% geringer, als die Kosten. Meist ist dein eigener Backlink dann sogar mehr Wert, als der Backlink aus dem Katalog.

Dies gilt besonders dann, wenn deine Webseite dann plötzlich zusammen mit anderen, dubiosen Webseiten zusammen auf einer Seite erscheint. Unter Umständen könnte hier sogar das Ansehen deiner Seite in den Suchmaschinen wegen der „Bad Neighborhood“ Schaden nehmen. Trage daher deine Seiten, wenn überhaupt, in Webkataloge ohne Backlinkpflicht ein. Eigentlich kannst du dir den Eintrag bei den meisten Webkatalogen ohnehin schenken.

Ähnliche Vorsicht solltest du natürlich mit gewissen Services walten lassen, die da so im weltweiten Netz herumgeistern. Manche Webmaster versprechen einen Backlink zu deiner Seite zu setzen, wenn du gewisse Services dafür in Anspruch nimmst (beispielsweise eine PageRank-Anzeige). Unter Umständen gelangt der Link zu deiner Webseite dann jedoch in eine Linkfarm. Dies hat entweder gar keinen Nutzen für dich, oder verschafft der Reputation deiner Webseite unter Umständen sogar ein paar Kratzer.


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